Hünxe summt!
Spatz im Flug

Der Spatz ist los

Ein Blog von unserem 2. Vorsitzenden Benedikt Lechtenberg

Schaffe, Schaffe, Häusle baue – das betreibt gerade der Haussperling, auch Spatz genannt. Eifrig fliegt der kleine Vogel mit dem kastanienbraunen und aschgrauen Gefieder durch die Gärten und sucht Baumaterial für den Nestbau. So auch bei mir zuhause. Wer mit ein wenig Geduld in seinen Garten schaut, entdeckt vielleicht die neuen Nachbarn bei der Arbeit.

Im Dorfkamp scheinen gleich mehrere Haussperlinge Quartier bezogen zu haben. Einmal hatten fünf von ihnen Halt im Vorgarten gemacht, um Gräser, Halme und Blätter zu sammeln. Mindestens zwei Nester an Giebeln und Schornsteinen der unmittelbaren Nachbarhäuser konnte ich schon ausfindig machen.

Der Garten wird zum Vogelbaumarkt

Flink fliegen die Spatzen von den Dächern in den Garten hinunter. Elegant umsegeln sie Zäune und Hecken und landen in verschiedenen Gewächsen. Der Renner im Vogelbaumarkt Lechtenberg ist ein Pampasgras. An den Halmen landen die Vögel an und zupfen munter herum. Dann wird kehrt gemacht, um das Baumaterial zum Nest zurück zu fliegen. Einige Male fliegen die gefiederten Nachbarn so hin und her. Vor allem vormittags lässt sich dieses Treiben beobachten.

Ordentlich abgezupft: das Pampasgras im Vorgarten

Die Gärten werden damit zu kleinen Baumärkten für eine bedrohte Vogelart. Seit 2002 wird der Haussperling auf der Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Brutvögel Deutschlands geführt. Die Bestände sind in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Immerhin, das zeigt eine Zählung des NABU, scheint sich der Rückgang seit 2006 nicht weiter fortzusetzen.

Eine bedrohte Vogelart

Die Verbreitung des Haussperlings fällt außerdem regional unterschiedlich aus. Während in Mannheim 8,3 Spatzen pro Garten gezählt wurden, waren es in Oberhausen nur 2,8, wie NABU-Zählungen zwischen 2006 und 2018 ergaben. Umso mehr freue ich mich nun, gleich fünf Haussperlinge im Garten gezählt zu haben.

Allmählich scheinen auch die gefiederten Nachbarn mit dem Hausbau fertig zu werden. Genau richtig, denn im April beginnt die Brutzeit bei den Spatzen. Das Weibchen legt dann für gewöhnlich fünf grau gefleckte Eier, die von beiden Partner 10-14 Tage lange gebrütet werden. Nach dem Schlüpfen werden die Jungen zwischen 10 und 19 Tagen flügge. In einigen Wochen darf also mit Nachwuchs in der Nachbarschaft gerechnet werden.

Kaum vor die Linse zu kriegen ist der gefiederte Nachbar. Hier ist ein Spatz im Flug zu sehen.

Dem Spatz ein guter Nachbar sein

Wer den Spatzen jetzt und in Zukunft etwas Gutes tun möchte, lässt am besten Nischen an Dach und Hauswand bestehen, die den Vögeln als Brutplätzen dienen. Staubbäder und Vogeltränken laden die fliegenden Nachbarn ebenfalls ein, um das Gefieder parasitenfrei zu halten. Die Füllungen sollten regelmäßig getauscht werden sollten, damit sich keine Krankheitserreger unter den Vögeln ausbreiten. Hygiene spielt überall eine Rolle.

Wer mehr über den Haussperrling erfahren möchte und nachschlagen möchte, was man für die Nachbarn tun kann, wird hier fündig:

NABU: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/vogelportraets/03655.html

Deutsche Wildtier Stiftung: https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/spatz#fakten

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